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16
August

Plastikbomber: Canon EOS 500

Written by Matthias. No comments Posted in: Fotografie

So manch einem wird es bei der Stöberei bei ebay ähnlich gehen, wie mir: „Oh, das läuft nicht mehr lange, da hat noch niemand drauf geboten, da biete ich mal ’nen Euro mit.“ Noch mehr verwundert es dann, wenn man auch noch den Zuschlag erhält und der Versand das teuerste am ganzen Artikel ist. Auf diesem Weg kam ich an meine Canon EOS 500 für 35mm-Kleinbildfilm mit EF 35-80mm USM Zoomobjektiv.

Bis heute habe ich die Reihenfolge der Nummernvergabe bei den analogen EOS-Modellen nicht verstanden, allerdings waren auch zu damaliger Zeit die dreistelligen Typenbezeichnungen das, was man am ehesten als „Consumer-SLR“ bezeichnen würde. Zweistellig ist „Prosumer“ und einstellig Profi. Zumindest in diesem Bereich hat sich bis heute bei Canon nichts geändert.

Legt man den heutigen Maßstab der Einsteigermodelle bei Canon an (die Typen haben vierstellige Kennungen), müsste die EOS 500 eigentlich EOS 500000 sein: Alles ist Plastik, sowohl Gehäuse als auch Bajonett – sowohl im Gehäuse als auch am Objektiv. So, wie sie daherkommt, wirkt der Ultraschallmotor am Objektiv irgendwie fehl am Platze – wünschte ich mir doch den USM an anderen Objektiven …

Wenige Bedienelemente und ein winziges LCD-Display reduzieren die Technik auf die Basics. Die Kamera ist leicht und bedingt durch die Anzahl der Bedienelemente äußerst übersichtlich. Ein einziger Focuspunkt im Zentrum der Optik steht dem Fotografen zur Verfügung, ansonsten das von Canon gewohnte Bild: Ein kleines Display im Sucher informiert über die wichtigsten Informationen – Verschlusszeit, Blende und ein kleiner Belichtungsmesser ist integriert. Das Gleiche, was auch auf den Display oben auf der Kamera angezeigt wird.

Energie bezieht die EOS 500 aus zwei CR123A-Batterien, ob es einen Batteriegriff dafür gibt, weiß ich nicht. einen Batteriegriff BP-8 gibt es zu der Kamera auch, dieser wird mit vier Standard-AA-Batterien oder Akkus bestückt.

Fazit: Die Canon EOS 500 fühlt sich billig an. Das Objektiv ebenfalls. Dennoch macht sie einen stabilen Eindruck. Aber solange sie vernünftige Bilder macht, ist sie als Einstieg in die Analogfotografie für manch einen vielleicht aufgrund des Preises interessant. Grade bei diesem Modell mag der Anfang mit Vollautomatik über erste Experimente mit Teilautomatik bis hin zum vollmanuellen Fotografieren recht einfach sein, da sich diese Kamera nicht mit allzuviel Schnickschnack aufhält.

Bei mir wird sie zwar nie der „Star“ werden, allerdings wird sie als leichte Reisekamera bzw. Zweitsystem sicherlich noch einige Bilder auf Film bannen.

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