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Ebenfalls bei ebay erstanden ist dieses Wunderwerk russischer Ingenieurskunst: ЗЕНИТ-ET – ZENIT-ET. Die 35mm-Kleinbildkameras aus sowjetischer Produktion waren bereits zu Zeiten des Kalten Krieges auch in den westlichen Ländern verkauft worden, wenn auch unter anderem Namen: In Deutschland wurden die Systeme als „Revueflex“ bei Quelle verkauft, u.a. zu erkennen an dem „Made in U.S.S.R.“ am Gehäuseboden der Kameras. Die Zenit E-Reihe wurde bereits in den 1960er Jahren aufgelegt und in einer übersichtlichen Anzahl an Varianten in großen Stückzahlen bis in die 1980er Jahre produziert.

Anfangs noch mit dem M39-Objektiv-Schraubgewinde der Zenit-3M ausgerüstet wurde recht bald auf das zu der Zeit weitverbreitete M42-Schraubgewinde umgestellt, so dass man heute eine große Auswahl an Objektiven verschiedenster Hersteller auf dem Gebrauchtmarkt findet. Deswegen ist an meiner Sowjetkamera ein japanisches Cosina 50mm 1:1.8-Festbrennweitenobjektiv angeschraubt, ziemlich international also.

Die Kamera ist vollmechanisch. Autofocus oder sonstigen „neumodischen Kram“ sucht man bei diesem massiven Stück Metall vergeblich. Die einzige elektrische Einrichtung an der Kamera ist eine Selenzelle mit einer analogen Anzeige als Belichtungsmesser, die aufgrund des Alters getrost als tot abgeschrieben werden kann. Die Belichtungsmessung muss also „extern“ vorgenommen werden um Blende und Verschlusszeit richtig wählen zu können.

Meine Zenit kam an den Rückdeckelkanten ziemlich angerostet bei mir an, feines Schmirgelpapier und Ballistol schufen Abhilfe um den Fortschritt des Zerfalls aufzuhalten. Zugegebenermaßen hätte das bei den verbauten Materialstärken allerdings noch seine Zeit gedauert :)

Auch sonst habe ich die Kamera vorsichtig gereinigt und die Funktionen überprüft – dank des übersichtlichen Aufbaus ist das kein größeres Problem. Nicht immer sind die Mechaniken bei den Zenit-Kameras noch komplett intakt.

35mm-Filme habe ich noch genug, demnächst geht es mit dem Schmuckstück auf Tour ;)

 

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