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08
September

Das heutige Projekt hat erstmal weniger mit Fotografie, denn mehr mit Bastelei zu tun. Bei ebay gibt es schon seit längerem die „DIY LOMO Camera Science Twin Lens Reflex TLR 35mm Camera Holga Lomo Recesky DC67“, welche zwar überhaupt keine Lomo und auch keine Holga ist, aber für den zarten Preis von 12,99 € an meinen Spieltrieb appeliert. In der Artikelbeschreibung steht folgendes:

Beschreibung:

Eine schöne DIY (Do-It-Yourself)-Kamera, die alles, was lomo darstellt. Wir lieben die Idee, eine Kamera, nimmt nicht nur tolle Fotos, aber es ist auch eine, die Sie bekommen, um selbst zu bauen.
Genießen Sie die DIY Spaß, was mehr ist, neue Freunde kennenlernen, weil viele Menschen Lomo-Kamera-Fan sind.
Unter Bild auf der Höhe der Taille, um den Sucher zu verwenden.
Kann Mehrfachbelichtungen zu tun.
Inklusive Montage-Werkzeug und eine Rolle von erforderlicher Schichtdicke für Ihre Bequemlichkeit.

Technische Daten:

  • Blende: f/11
  • Verschlusszeit: 1 / 125 Sekunde
  • Mehrfachbelichtungen
  • Fokus-Einstellbereich: 50 cm bis unendlich
  • Nehmen die 35mm-Film
  • Material: ABS-Kunststoff
  • Farbe:Schwarz

Hinweis:

Bitte lesen Sie die Bedienungsanleitung sorgfältig durch, bevor DIY der Kamera, es gibt keine Retail-Zubehör für den Austausch.
Sie können die Montage in einem Video auf YouTube suchen.

Paket enthalten:

1 x Set DIY Kamera Zubehör
1 x Handbuch Englisch

Soweit, so gut. Blende 11 und 1/125 Sek. Verschluss klingt nach Gutwetterfotografie, also machbar. Hat was vom Ü-Ei nur ohne Schoki … aber Schokolade ist ja eh nicht so meins und Überraschung gibts später, wenn die Fotos entwickelt werden :)

Versand hat etwas gedauert, aber so eilig hab ich’s damit ja auch nicht, schließlich liegen genügend Fotoapparate daheim herum. Donnerstag lag der Trümmer also im Postkasten. Heute Nachmittag hatte ich dann die Zeit, um das Dingen zusammzudengeln, also Der Flug des Phoenix in den DVD-Player geworfen (leider nicht die alte Verfilmung, die habe ich leider noch nicht auf DVD) und dann mal die Lage sondiert:

Danach ging die Schrauberei los … die Anleitung ist zwar auf Englisch, aber die Bebilderung ist erfreulich anschaulich, nur gelegentlich muss man wirklich lesen, um zu verstehen.

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen, aber … läuft.

Etwas hakelig war die Konstruktion des „Shutters“, des Verschlusses. An dieser Stelle sei erwähnt, dass man etwas herumexperimentieren muss und nicht jede Schraube „stramm“ anziehen darf, damit es sauber funktioniert. Generell sollte man alle Schrauben mit sehr viel Gefühl anziehen, weil man generell in Kunststoff schraubt und die Schrauben wirklich „mini“ sind. Wenn man einen guten Drehmomentschlüssel in den Fingern hat, ist das aber alles kein Problem.

Und so friemelt man nach und nach alles zusammen. Die eine Schraube mehr als Ersatz ist nicht dabei, also nix auf dem Boden verlieren. Hier schonmal die Innenansicht, wo später mal der Film hereinkommt.

Sobald die Linsen montiert sind, bekommt man das Gefühl, dass dieses kleine Kästchen vielleicht wirklich mal irgendwann Fotos machen könnte. Der Sucher macht jedenfalls einen erstaunlich guten Eindruck.

Fertig ist die Laube. Benötigt habe ich zwei Kreuzschraubendreher, einmal PH1 und einmal PH0 – welche keine Isolation um die Klinge haben dürfen, da man sonst an manche Schrauben nicht herankommen würde.

Das Youtube-Video, was in der ebay-Beschreibung erwähnt wird, habe ich mir nicht angeschaut. Einen Bericht über die fotografischen Leistungen des Kästchens werde ich nachhreichen.

Zeitaufwand: Ca. 1 Stunde
Material: Die beiden Schraubendreher und eine Flasche Cherry-Coke
Schwierigkeitsgrad: Verhältnismäßig einfach, allerdings sollte man ein gewisses technisches Verständnis mitbringen
Spassfaktor: Hoch :)

 

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